Watzmann Hocheck



Heute war es eine anspruchsvolle Skitour aufs Watzmann-Hocheck.

Circa. 20 Skitourengeher und mühten sich unter Orkanböen mit Harscheisen den steilen Nordrücken ab der Gugl hinauf. Vermutlich hatten nicht wenige überlegt, umzudrehen. Gruppenzwang! Ich hab keinen gesehen, der umgekehrt ist.

Das gigantische Panorama und die Stimmung oben war die Belohnung dafür. Die peitschenden Schneefahnen rundherum, ließen aber keinen lange am Gipfel verweilen. Die Abfahrt war auch keineswegs leicht. Es musste von oben bis in die Watzmanngrube hinein mit voller Konzentration gefahren werden. Ein Sturz oberhalb der Watzmanngrube kann verheerend sein. Von der Gugl-Schaukel hab ich einen Sturz beobachtet in der Mitte der Watzmanngrube. Die Person rutschte vermutlich etwas über 50m den steilen harten Hang hinunter, hatte aber offensichtlich Glück gehabt, und den Sturz vor den ersten Felsblöcken stoppen können und sich nicht verletzt.

Die ausgiebige Brot, die der Sturm am Gipfel nicht zulässt, kann man gemütlich an der Schaukel nachholen.

Wer die Tour nach den Schlechtwettereinbruch am Dienstag und Mittwoch plant, sollte unbedingt Harscheisen und für den Norfall evtl. auch Steigeisen mitnehmen.

Ab Hammerstiel muss man bis zur Stubenalm die Ski tragen, was je nach Tempo zwischen 40 und 60 Minuten in Anspruch nimmt.

 

Autor: Sepp Auer
Datum: 05.04.2021
Saison: 20/21
Gebiet: Berchtesgadener

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Sepp Auer06.04.2021

Tipfehler. Natürlich war auch die Stubenalm gemeint. Wird vermutlich nach dem erneuten Kälteeinbruch noch so bleiben bis zum Wochenende.

Thomas Gröer06.04.2021

Servus Sepp,

 

im Osterguglbericht schreibt die Annamirl, dass bis zur Stubenalm zu tragen ist. Du schreibst am Tag danach, man müsse bis zur Grubenalm tragen, was noch mal 200 hm mehr wären.

Wo seit's nachher auf Ski los: Stuben- oder Grubenalm?

 

Grüße

Thomas