Ins Neue Jahr



Es sollte wieder freier werden, das Neue Jahr, freier als das Alte, unbeschwerter, gelassener. Ein einfacher, durchaus bescheidener Wunsch.

Nach friedlicher, beschaulicher Nacht sind wir ins Neue Jahr Richtung Gründegg gestartet, haben dort am Westgrat im Föhnsturm ohne Gipfel abgebrochen und haben dafür noch einmal die weniger windbehandelten Westhänge des Penkkopfs genossen.

Wieder der Vollständigkeit halber:

Schnee: Wenig, aber zumindest im oberen Bereich ausreichend. Pulver sehr unterschiedlicher Mächtigkeit und in verschiedenem Verdichtungszustand auf engstem Raum wechselnd, als Unterlage harte, alte Harschkrusten. Man hat sogar vom Alt- zum Neujahrstag schon einen deutlichen Unterschied bemerkt, da der Föhnsturm bereits am Vormittag kräftig Fahrt aufgenommen hat.

Lawinen: Es ist zwar nicht viel Schnee zum Verfrachten da, aber bei dieser Windstärke reicht es trotzdem zum Aufbau neuen Triebschnees. Und wenn es nicht bald mal einen Haufen draufschneit (ist ja nicht in Sicht) und es vielleicht obendrein noch recht kalt wird, bekommen wir hier dasselbe Altschneeproblem wie aktuell in den Nockbergen.

 

Autor: Nani Klappert (Bergführer)
Datum: 01.01.2021
Saison: 20/21
Gebiet: Radstädter Tauern

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Daniela Kern zu Gestern noch...02.01.2021

Da sieht man sehr eindrücklich, im Vergleich zu meinen Bildern, wie schnell so ein Hangerl nach einer windigen Nacht anders aussieht.

 

Ich wünsche euch auch einen guten Start in 2021. ;)