Lawis- Tauernscharte



Durchwegs 20cm Neuschnee mitunter sehr ungleich verteilt- dazu sehr schlechte Bindung zur Altschneedecke sorgen für gespannte Verhältnisse. Es ist nicht generell schlecht und jene die heute unterwegs waren hatten natürlich ihren Spaß-auch wir!

Ein Blick ins Gelände mit überlegter Beurteilung ist empfehlenswert.

 

Hier einige Bilder unserer heutigen Exkursion.

 

 

Autor: Josef Schiefer (Bergführer)
Datum: 04.03.2016
Saison: 15/16
Gebiet: Tennengebirge

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Werner Quehenberger zu Belastungsti...06.03.2016

Hallo Nani, deine Meinung zu "Entlastungsabständen bei der Abfahrt" klingt für mich sehr logisch und nachvollziehbar! Beim "Aufstieg" machen Entlastungsabstände meiner Meinung nach sehr wohl Sinn, sowohl in Bezug auf weniger Belastung/Gewicht auf die Schneedecke als auch zur Minimierung des "Schadens" im Fall des Falles. Ist natürlich keine Garantie, aber doch eine (für mich sinnvolle) Strategie. Liebe Grüße, Werner

 

Lechner Heini zu Belastungsti...06.03.2016

ich sehe es nicht so kritisch wie der Nani, möchte aber auch davor warnen, das Entlasten als einzige strategische Maßnahme anzuwenden. Ich jedenfalls habe ein 30 Jahre altes Bild vor Augen auf dem Weg zum Stubacher Sonnblick: eine 10er-Gruppe stapft Skispitze an Skiende in vorhandener Spur einen 35 Grad steilen Hang hinauf - etwa 2 Minuten später eine 5er Gruppe mit geschätzten 15m "Entlastungsabstand" - whhuppp und schon ging's los und die ersten 3 wurden von dem ca. 50m breiten Brett mitgerissen - Gott sei Dank, flacher Auslauf, nix passiert. Soweit mein Beitrag lieber Sepp ;-)

Nani Klappert zu Belastungsti...05.03.2016

Lieber Sepp! Meine persönliche Meinung zum Einzeln-Fahren oder Entlastungsabständen bei der Abfahrt: Es ist mehr oder weniger ein Placebo und die Vorstellung, dass ein Brett nur deshalb nicht ausgelöst wird, weil dieses statt von 4 nur von 1 Person belastet wird, ist ebenso naiv wie haarsträubend. Betrachtet der jeweilige Gruppenführer das als echte Strategie, sollte er sich überlegen, in welch hoher Risikostufe er sich bereits mit seiner Gruppe befindet. Ich finde auch den Terminus "Entlastungsabstand" als ziemlich irreführend, wenn man sich die Ereignisabfolge vergegenwärtigt, die zur Brettauslösung führt (Scherbruch unter dem Abfahrer bzw. seine Ausbreitung). Wir lösen in aller Regel ein Brett nicht deshalb aus, weil wir zu viert schwerer sind als einzeln, sondern weil eine(r) das "Pech" hat, einen Hotspot zu stören. Freilich ist's allemal besser, wenn in diesem Fall nicht gleich die ganze Gruppe mitschwimmt, sondern eben nur eine Person und das alleine ist der Sinn des Einzel- oder Abstandfahrens und nicht die "Entlastung" und so sind wir auch gleich bei deiner Frage von letzter Woche bezüglich "Zusammenwarten an sicherem Punkt". Also Abstände, wieso: Damit so wenige wie möglich im Katastrophenfall erfasst werden, d.h. aber auch, dass Abstände per se nicht wirklich logisch sind, nur Einzeln-Fahren kann das sein. Soweit meine bescheidene, persönliche Einstellung. Lg aus Großgmain, Nani